Konzert Cantabile

Zarte Klänge zum Frühlingsauftakt

Das dritte Konzert des Frauenchores Cantabile stand im Zeichen von Blumen und Blüten

Von Kerstin Besemer

 

Es war nahezu ein reines Damenkonzert, zu dem die Sängerinnen des überregionalen Frauenchores Cantabile am Sonntagabend ins Güglinger Ratshöfle eingeladen hatten. Denn neben den Sängerinnen traten drei Flötistinnen aus Sersheim sowie der ebenfalls nur mit Damen besetzte Veeh-Harfenkreis aus Lauffen auf. Allein Thomas Habermaier am Klavier sorgte dafür, dass auch die Herren repräsentiert waren. Gewohnt souverän und klangvoll unterstützte er die Sängerinnen bei Werken von Robert Schumann, Johannes Brahms oder Franz Schubert. Solistisch zu hören war Habermaier in dem impressionistischen Werk „Pavane für eine tote Prinzessin“ von Maurice Ravel.

 

Ursula Layher, die den Frauenchor des Zabergäu-Sängerbundes leitet, wählte die Programmpunkte bewusst jahreszeitlich passend aus verschiedenen musikalischen Stilepochen. „So ist ein Vergleich sehr schön möglich.“ Im gut besuchten Ratshöfle widmeten sich die Sängerinnen zahlreichen unterschiedlichen Stücken von der Renaissance über das Barockzeitalter bis hin zur Moderne. Mit Claudio Monteverdis „Wie Blumen sprießen“ nach einem Gedicht von Torquato Tasso aus dem 16. Jahrhundert oder Heinrich Alberts „Du mein einzig Licht“ aus der Aria Gallica, aus dem 17. Jahrhundert waren Komponisten der Renaissance vertreten. Schuberts „Mailied“ und Schumanns „Nänie“ markierten bereits eine richtungsweisende Veränderung im Musikgeschmack des 18. und 19. Jahrhunderts. Satte Vielklänge und differenzierte Harmonien charakterisieren die Romantik. Modern und frisch erklangen Wilhelm Heinrichs „Träumerei“ und der Melodienreigen „Von Blumen und Blüten“ von Walther Schneider, der erst vor vier Jahren verstarb. „Seine Abfolge heiter-melancholischer Sätze war Namensgeber und Inspiration zu diesem Konzert“, bemerkte Ursula Layher.

 

Der Veeh-Harfenkreis aus Lauffen und Umgebung unter der Leitung von Ursula Arnold fügte sich mit dem instrumentalen Zyklus „Aus dem musikalischen Naturgarten“ der 1950 geborenen Komponistin Lieselotte Blinn nahtlos ins Programm ein. Die warmen, zarten Klänge der Harfen waren eine echte Bereicherung für den Konzertabend. Bekannte Sätze aus Händels Feuerwerksmusik streute das Blockflöten-Trio aus Sersheim ein. Sie interpretierten die barocke Pracht am Hofe des 18. Jahrhunderts leicht und verspielt in tänzerischen Passagen.

 

Bildtext: Der Frauenchor Cantabile des Zabergäu-Sängerbundes bereitete einen gelungenen Konzertabend im Güglinger Ratshöfle unter dem Motto „Von Blumen und Blüten“.

 

Foto: Kerstin Besemer

 

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