Get up Konzert

Buntes Herbstkonzert klangstarker Chöre

Der junge Chor „GetUp!“ aus Zaberfeld begeisterte mit Rock, Pop, Deutschsprachigem und mehr.

 

Von Kerstin Besemer „GetUp!“ – Steh‘ auf! Das ließ sich das chorbegeisterte Publikum nicht zweimal sagen und forderte allen Ausführenden auf der Bühne der Zaberfelder Mehrzweckhalle am Samstagabend eine Zugabe. Sowohl der gastgebende junge Chor der Zabergäu-Gemeinde als auch die Gäste aus Gemmingen, Ochsenburg und Dürrenzimmern überzeugten mit ihrem Programm aus vorwiegend zeitgenössischen Vokalwerken bekannter Künstler. Das Herbstkonzert in der geschmackvoll dekorierten Halle war ein voller Erfolg; das Zuhören machte Freude. Ohrwürmer von Reinhardt Mey, Udo Jürgens oder Peter Alexander reihten sich nahtlos an englischsprachige Hits aus Musical, Rock und Pop. Allen gemeinsam war eine blitzsaubere Darbietung, begeisternde Performance und eine abwechslungsreiche Begleitung mit Klavier oder Play-Back. Sogar in der „Königsklasse“, dem a capella-Gesang, ohne jegliche instrumentale Unterstützung, bewiesen die Chöre Stärke. Die Gastgeber vom Chor GetUp! stiegen ein „Über den Wolken“ und einem rhythmisch kniffligen „Only you“, das erstmals 1983 von den Flying Pickets aufgenommen wurde. Neu im Programm hatten die Sängerinnen und Sänger neben „Bye, bye love“ von Boudleaux und Felice Bryan noch einen weiteren musikalischen Leckerbissen. „Wir haben die bekannte ‚Bohemian Rapsody‘ von Freddy Mercury einstudiert. Ein hartes Stück Arbeit war das“, ließ Moderatorin Ute Keppler wissen. Umso gelungener geriet die Präsentation des 1975 erschienen anspruchsvollen Songs, der der Gruppe Queen ihren ersten Nummer Eins Hit bescherte. Perfekt begleitet wurden die Sänger von Nina Reichert am Klavier. Dirigentin Kathrin Brumm hat ihrem Chor nach etwas über einen Jahr Leitung ihre persönliche Note mitgegeben: Ruhe, Präzision und blitzsaubere Intonation. „Die Chemie zwischen uns stimmt menschlich und musikalisch“, freute sich Vorstand Angelika Keller.  Arcobaleno, der Chor des TGV Dürrenzimmern, zeigte mit „Angels“ von Robbie Williams seine zarte Seite und bestach durch ausdrucksvolle, klangstarke Männerstimmen. Im Medley aus dem Musical Tarzan von Phil Collins überzeugte der Chor durch stilistisch sehr unterschiedliche Parts, die von Chorleiter Julius Gyurcsek am Klavier gekonnt in Szene gesetzt wurden. Nicht zuletzt das Sopransolo von Michele Herrmann sorgte für einen Farbtupfer. Der Männergesangverein Ochsenburg unter der Leitung von Stephan Melchior setzte einen Kontrapunkt. Der Klassiker „Heast as net“ von Hubert von Goisern gelang in bester Mundart, mit Jodlern versetzt, problemlos, ebenso wie „Die kleine Kneipe“, bekannt geworden durch Peter Alexander. Doch auch knackige Spirituals wie „Rock my Soul“ meisterten sie mühelos und alle klatschten gern mit. Die Young Voices aus Gemmingen präsentierten sich mit ihrer Dirigentin Andrea Luz erstmals im Zabergäu. Sie hatten eine völlig andere Variante der Darbietung mitgebracht. Zum Play-Back intonierten sie „Let it go“ aus dem Film „Die Eiskönigin“ sowie „Skyfall“ aus dem James-Bond-Film von 2012. Dazwischen streuten sie Deutschsprachiges. Ihre präzise und schwungvoll vorgetragene a-cappella-Version des bekannten Werks „Die Gedanken sind frei“ von 1780 (Hoffmann von Fallersleben) belohnte das Publikum mit ebenso viel Applaus, wie die lustige „Tatschofonie“ – eine Parodie auf die allgegenwärtige Handy-Manie vieler Zeitgenossen.   Bildtext: Mit zwei neuen Stücken ließ der junge Chor GetUp! aus Zaberfeld beim Konzert aufhorchen.    Hintergrund Mitsänger willkommen!Seit fast dreizehn Jahren gibt es den jungen Chor in Zaberfeld. Die rund 25 Sängerinnen und Sänger setzen sich bewusst ab vom traditionellen Liedgut der Eintracht Zaberfeld und sprechen damit ein anderes Publikum an. Das gesangliche Repertoire umfasst viele englischsprachige Hits aus Rock, Pop und Musical, aber deutsche Songs zeitgenössischer Künstler. Anders als manch anderer Chor hat GetUp! ausreichend viele gute Männerstimmen, was dem Klangvolumen zugutekommt. Neue Mitsänger sind gern gesehen und können sich in den Proben, mittwochs von 20 bis 21.30 Uhr, über dem Zaberfelder Feuerwehrmagazin, einen ersten Eindruck verschaffen. (keb) Foto: Kerstin Besemer 

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