Jahresfeier Liederkranz Hausen

Lieder vom Wein, von der Liebe und vom Tanz

Jahresfeier des Liederkranzes Hausen erstmals im Saal des Jupiter Weinkellers.

 

Von Kerstin Besemer Erstmals fand die traditionelle Jahresfeier des Liederkranzes Hausen nicht in der großen Mehrzweckhalle, sondern im kleineren Saal des Jupiter-Weinkellers statt. „Der Grund ist ein ganz praktischer“, erklärte Vorstand Otto Schmoll. Unser Chor schafft es gesundheitlich nicht mehr, die schweren Bühnenelemente zu stemmen und die Halle entsprechend herzurichten. Der Stimmung tat der Umzug keinen Abbruch. Die Akustik kam beim Publikum sogar fast besser an. Knapp 200 Besucher genossen einen Abend voller Lieblingsmelodien mit dem Stammchor des Gesangvereins Liederkranz Hausen, dem Botenheimer Wengerter Chor, dem Lauffener Veeh-Harfenkreis sowie dem Hausener Kinder- und Jugendchor Little Voices.  Die junge Generation eröffnete den Abend mit einer Überraschung. Weil Dirigent und Pianist Julius Gyurcsek verhindert war, halfen sie sich eben selbst. In die Tasten griff Chormitglied Judith Haß und die Little Voices, unterstützt von Kindern des Grundschulchores, sangen problemlos ganz ohne professionelle Unterstützung. Ihre drei Kostproben aus dem Musical „Der kleine Tag“, kamen hervorragend beim Publikum an und erhielten einen Extra-Applaus. Madrigal und Tanz standen im Zentrum der drei Werke, die der Liederkranz Hausen im Anschluss präsentierte. Kenntnisreich und kurzweilig moderierte Dirigent Paul-Gerhard Finkbeiner Wissenswertes zu den Stücken. Auch im zweiten Block der Hausener Sängerinnen und Sänger nach der Pause war das Thema Tanz der berühmte roter Faden. Ob Menuett, Mazurka, Walzer oder Ungarischer Tanz, die geübten Stimmen der langjährigen Vokalisten sorgten dafür, dass am Schluss der Beifall groß war. Mit dem Veeh-Harfenkreis und den Herren des Botenheimer Wengerterchores entstand ein spannender musikalischer Kontrast. „Die zarten Klänge der Harfen haben mich anfangs immer an Feen-Gesang erinnert“, erklärte Musikerin Elsbeth Wein. Jedoch sei das Instrument nach seinem Erfinder, dem Landwirt Hermann Veeh, benannt. Es ermöglicht das Musizieren vom Notenblatt, das hinter die Saiten des Instruments geklemmt wird. Ton für Ton wird die richtige Saite gezupft und fügt sich zur Melodie. Der Harfenkreis unter der Leitung von Ursula Arnold präsentierte sowohl Folklore als auch Lieder über die Rose. „Und das hat seinen Sinn“, lachte Elsbeth Wein, die auch im Liederkranz Hausen mitsingt. „Sie sind der Rose vom Häfnersberg und ihrem Mann Gerhard Schmoll gewidmet, die über so viele Jahre vor der Singstunde aufgestuhlt und den Probenraum gerichtet haben.“  Weinlieder und traditionelles Liedgut waren vom Wengerterchor zu hören, der sich laut Dirigent Willfried Kühner anlässlich der Umwidmung und Einweihung der Botenheimer Kelter vor 13 Jahren gegründet hat. „Einer musste ja für das Rahmenprogramm sorgen“, so Kühner. Heute singen 17 Männer verschiedenen Alters mit und halten auch regionale, urschwäbische Spaßlieder am Leben, die für so manches Lachen im Publikum sorgten.  

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