Gauversammlung 2017

Weichenstellungen für den Sängernachwuchs

Stefan Holzki wurde bei der Gauversammlung des Zabergäu-Sängerbundes zum neuen Präsidenten gewählt.

Von Kerstin Besemer

  „Wer mitgestalten möchte, muss Verantwortung übernehmen“, ließ Stefan Holzki, neuer Präsident des Zabergäu-Sängerbundes wissen. Einstimmig wählte ihn die Versammlung bei der 69. Gauversammlung des Sängerbundes am Sonntagnachmittag im Sängerheim in Pfaffenhofen-Weiler. Er fühle sich geehrt, die Nachfolge von Werner Treuer antreten zu dürfen, der seit 2008 die Führung des Vereins mit seinen zahlreichen Chören innehatte und nun sein Amt zur Verfügung stellte. „Erst gemeinsam klingt ein Lied schön“, weswegen ihm das Miteinander beim Gestaltungsprozess wichtig sei, betonte er. Der 43-Jährige Ingenieur ist kein Unbekannter in den Reihen der Sängerinnen und Sänger. Als Ehemann der erfolgreichen Dirigentin Nelli Holzki und aktiver Sänger im Pfaffenhofener Chor „Pepp!“ kann er auf einige Erfahrung in der Chorlandschaft des ZSB blicken. Zudem ist er gern gehörter Solist bei diversen Projekten. Besonders am Herzen liegt ihm, den Zabergäu-Sängerbund weiter auf seinem Aufwärtstrend hinsichtlich der Mitgliederzahlen zu begleiten und junge Menschen für das Singen zu begeistern. „Nachwuchsarbeit ist enorm wichtig, dennoch dürfen wir die langjährigen Sänger in den Stammchören nicht vernachlässigen“, stellt er sich auf einen Spagat in der heterogenen Chorlandschaft ein. Dank sehr vielfältiger Literatur und Chören für jeden Geschmack sei der ZSB entgegen dem bundesweiten Trend stetig gewachsen. 888 erwachsene Mitglieder und 161 Kinder- und Jugendliche zählte die Sängervereinigung 2016, ließ Gauschatzmeister Benjamin Hönnige wissen.  Der scheidende Präsident Werner Treuer ließ in seinem Bericht die neun Jahre seiner Präsidentschaft Revue-passieren und erwähnte einige Höhepunkte, wie die großen Projekte „Zauberflöte“ oder „Schöpfung“. Auch die Gründung des Kinderchores Oberes Zabergäu trug seine Handschrift. Im ZSB bleibt er weiterhin als Vorsitzender des Madrigalchors Vollmer in einer leitenden Funktion aktiv. Gau-Jugendchorleiterin Nelli Holzki informierte die Versammlung über die zunächst befristete Kooperation ihres Pfaffenhofener Kinderchores mit dem Kinderchor Oberes Zabergäu. „Wir haben uns für ein Musical zusammengeschlossen und planen im Oktober dieses Jahres die Aufführung.“ Lust aufs Zuhören machte auch Gauchormeisterin Ursula Layer, die am 26. März mit 30 Sängerinnen und Sängern Carl Orffs Carmina Burana mit Klavierbegleitung und einer Percussiongruppe in der Güglinger Herzogskelter präsentiert. Das Sommerkonzert findet in diesem Jahr am 22. Juli in der Alten Kelter in Cleebronn statt.  Neben den vielen Terminen, die für 2017 schon fixiert sind, nutzte Schriftführerin Angelika Hanusch die Gelegenheit, die Chöre auf ihren Beitrag beim Singen im Brackenheimer Altenheim und im Krankenhaus aufmerksam zu machen. Ausrichter der Gauversammlung war der Liederkranz Weiler, der die Veranstaltung musikalisch umrahmte und für die Bewirtung sorgte.

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